Altersvorsorge ohne Fonds kaum mehr denkbar

altersvorsorge.jpgFür 66 Prozent der Deutschen sind Fonds als Bestandteil der Altersvorsorge kaum noch wegzudenken. Zu diesem Ergebnis kommt die gestern  präsentierte Studie “Die Deutschen und ihr Wissen über Fonds” des Vermögensverwalters Axa Investment Managers in Kooperation mit dem Meinungsforscher TNS Infratest. Das gesteigerte Interesse an Investmentfonds scheint jedoch auch den Trend nach längeren Anlagezyklen sowie einer gezielt inhaltlichen Ausgestaltung bei Fonds widerzuspiegeln. “Fondsprodukte haben sich mittlerweile vor allem im Privatkundensegment zu einem generell verwendeten Investitionselement gemausert”, erläutert Philipp Baar-Baarenfels, Director of Sales beim britischen Fondsverwalter Henderson Global Investors Limited.

Gestützt wird diese Einschätzung vor allem durch die Ergebnisse der Studie. Waren es im vergangenen Jahr 78 Prozent, sind 2007 bereits 83 Prozent der Befragten der Ansicht, das eine Geldanlage in Fonds nur langfristig sinnvoll erscheint. “Die Performanceraten der letzten drei Jahre waren vor allem für institutionelle Anleger außerordentlich gut. Diese Euphorie scheint sich inzwischen nun auch bei vielen Privaten niedergeschlagen zu haben”, meint Baar-Baarenfels. Trotz dieses signifikant verstärkten Interesses fällt jedoch auf, dass deutsche Anleger und Investoren dabei immer weniger auf die großen Namen zurückgreifen. So erachten nur mehr 67 Prozent der befragten privaten Fondsanleger einen namhaften Anbieter für “sehr wichtig” - im Vergleich zum Vorjahreswert ein Rückgang um zehn Prozent.

Laut dem Fondsexperten liegt ein weiterer Vorteil von Investmentfonds in der geringen und für den Investor relativ günstigen Kostenstruktur sowie in der Flexibilität der Asset Allocation. Zudem sei es möglich, von der momentanen Innovationsfreude als Privatanleger nachhaltig zu profitieren, da sich selbst mit kleinen Summen gelungene Performances herstellen lassen, unterstreicht Baar-Baarenfels. “Auch die meisten Privatbanken sehen diesen Trend und stellen sich gemäß den Kundenwünschen immer stärker darauf ein, werden in ihrer Beratung offener und richten ihre Fondsangebote bedarfsorientierter aus”, so der Finanzfachmann.

Die Befragung fand im Frühjahr 2007 statt und basiert auf insgesamt 1.000 geführten Telefoninterviews in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anschließend wurden die Ergebnisse bevölkerungsrepräsentativ gewichtet.

© pte

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