PDA-Revolution löst bis 2010 PC-Ära ab
Nach der “PC-Revolution” der 1980er und 1990er Jahre folgt bis 2010 eine so genannte “PDA-Revolution”. Zu diesem Ergebnis kommt eine vorgestellte Studie zur Auswertung des Mobile Business Days, einem Forum für Mobile Business in Deutschland. Rund 85 Prozent der befragten 80 Fach- und Führungskräfte sehen diesen Trend bestätigt. “Diese Art von Revolution ist in vielen Fällen schon eingetreten und vor allem bei größeren Unternehmen nicht Zukunft, sondern bereits Gegenwart”, erläutert Oliver Höß, Leiter des m-Lab am Zentrum für mobile Unternehmenssoftware des Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).
Allerdings ist der Einsatz von PDAs im Bereich der Wartung und des technischen Service, das als eines der größten Marktsegmente für Mobile Business gilt, derzeit noch die Ausnahme. 82 Prozent der befragten Manager gaben an, dass sich der PDA als selbstverständliches Außendienst-Werkzeug spätestens bis 2010 durchsetzen wird. “Vor allem in den unternehmensinternen Bereichen Vertrieb und Service sowie in der Beratungsbranche und im Segment der so genannten ,Wissensarbeiter’ wird sich die PDA-Revolution bemerkbar machen”, verdeutlicht Höß. Getragen wird die Studie von der Knowledge Intelligence AG (KI AG) www.ki-ag.com in Kooperation mit dem IAO, Microsoft www.microsoft.de und T-Mobile www.t-mobile.de .
Rund 34 Prozent der Führungskräfte sehen den Hauptvorteil von PDAs in Einsparpotenzialen, während 33 Prozent die Produktivitätssteigerung in den Vordergrund rücken. Ein Viertel ist überzeugt, dass die mobile Informationsversorgung der Mitarbeiter als entscheidendes Kriterium zur Verbesserung des Kundenservice beitragen kann. Bei der Gegenüberstellung herkömmlicher mit mobilen IT-Projekten sehen 24 Prozent der Befragten den Hauptunterschied in dem noch geringen Erfahrungsschatz beim Umgang mit mobilen Endgeräten. “Die Mensch-Technik-Interaktion zählt nach wie vor zum Hauptproblem des Mobile Business, da viele Mitarbeiter die Technologie noch nicht vollends effizient bedienen können”, meint der IAO-m-Lab-Leiter. Diese Einschätzung deckt sich mit 16 Prozent der Befragten.
Weitere Probleme sehen 15 Prozent der Manager nach wie vor im hohen Innovationstempo bei mobilen Endgeräten und Funkdiensten, das mobile Lösungen zu schnell veralten lässt. “Außerdem spielt das Thema (Daten-)Sicherheit eine zentrale Rolle, da die Geräte außerhalb der Unternehmen genutzt werden und dadurch leichter verloren oder gestohlen werden könnten”, so Höß. Problematisch erscheint auch die bei mobiler IT schwieriger festzulegende Verantwortung innerhalb der Unternehmenshierarchie, gefolgt von Bedenken in punkto Erfolgsmessung und Zielerreichung. Dass PDAs und Blackberrys bereits jetzt schon neue Umgangsformen in der Business-Kommunikation hervorbringen, betrachtet Höß kritisch und verweist auf den vor allem bei Meetings entstehenden Mangel an persönlicher Face-to-Face-Interaktion.
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